Die Offshore-Strategie der Bundesregierung hat zum Ziel, dass bis zum Jahr 2030 Offshore-Windparks mit einer installierten Leistung von insgesamt 20 bis 25 GW errichtet werden. Den Startschuss für diese Entwicklung stellt das Offshore-Testfeld “alpha ventus” dar. Das Fraunhofer IWES in Kassel leitet das Koordinationsprojekt, mit dem die einzelnen, assoziierten Forschungsprojekte optimal vernetzt und repräsentiert werden können.

Ab April 2009 soll 45 km nördlich von Borkum der Bau der insgesamt zwölf Anlagen beginnen, die zusammen eine installierte Leistung von 60 MW haben werden. Das Testfeld wird dabei mit umfangreicher Messtechnik ausgestattet, um alle beteiligten Projekte mit detaillierten Daten versorgen zu können. Im Rahmen des gesamten Forschungsprogramms wurden von den verschiedenen Instituten und Unternehmen bisher Projekte zu den folgenden Themen beantragt und vorbereitet:

  • Durchführung der gemeinsamen Messungen und Datenmanagement
  • Belastung, Modellierung und Weiterentwicklung der verschiedenen Komponenten von Offshore-Windenergieanlagen
  • Monitoring der Offshore-Windenergienutzung in Deutschland - “Offshore-WMEP”
  • Netzintegration der Offshore-Windenergie
  • Weiterentwicklung von LIDAR-Windmessverfahren
  • Zyklische Belastung von Offshore-Gründungskonstruktionen
  • Messung der Betriebsgeräusche und Modellierung der Schallübertragung zwischen Turm und Wasser
  • Ökologische Forschung

Die wichtigste Aufgabe des Koordinationsprojektes ist es, für die assoziierten Projekte die Struktur eines gemeinsamen, starken Programms bereitzustellen. Um Synergien nutzen zu können und die Qualität der Ergebnisse zu erhöhen, wurde ein abgestimmtes Konzept für die Zusammenarbeit der verschiedenen Projekte im Testfeld entwickelt. Die zentralen Arbeitspakete des Koordinationsprojektes sind die organisatorische und die wissenschaftliche Vernetzung der einzelnen Forschungsprojekte, die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit sowie die Planung und Koordination des gemeinsamen Messbetriebes. Diesen Aufgaben dienen auch die folgenden Elemente: Einrichtung eines Koordinationsgremiums, Kommunikation und Mediation innerhalb des Programms, Interessenvertretung nach außen, Organisation von Fach-Worhshops und wissenschaftliche Konferenzen. Darüber hinaus informiert das Koordinationsprojekt die Öffentlichkeit, Politik, Ministerien und Wissenschaft über die Forschung am Offshore-Testfeld.